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Batterien · Deutschland · 2026

Mercedes EQS fährt 1.200 km mit einer Ladung.

EQS · 1200 km
Zusammenfassung

Mercedes‑Benz hat in einem öffentlich zugänglichen Test einen modifizierten EQS mit Festkörperzellen des US‑Startups Factorial Energy ausgestattet — und ist damit 745 Meilen (≈1.200 km) am Stück gefahren. Damit ist der EQS das erste Auto eines Großserienherstellers, das die psychologisch wichtige 1.000‑km‑Marke real überschreitet.

Einordnung: 1.200 km stammen aus einem Versuchsträger, nicht der EQS-Serie (700–800 km WLTP). Eine einzelne Erprobungsfahrt unter günstigen Bedingungen — kein WLTP-zertifizierter Wert. Vorsicht vor Verwechslung mit dem Konzept Vision EQXX.Reality check: 1,200 km came from a test mule, not the EQS series (700–800 km WLTP). One drive under favourable conditions — not a WLTP-certified figure. Do not confuse with the Vision EQXX concept.

Wer ist Factorial?

Das US‑Startup Factorial Energy hat sich auf Lithium‑Metall‑Anoden mit Festelektrolyt spezialisiert. Partner sind Mercedes, Stellantis, Hyundai und Kia — also vier der größten Autokonzerne der Welt. Das Mercedes‑Mutterunternehmen hat 2021 in Factorial investiert und arbeitet seitdem an gemeinsamen Pilotzellen.

Wie sind die Zahlen einzuordnen?

Heutige Premium‑E‑Autos schaffen unter Idealbedingungen 600–700 km. Der EQS mit Factorial‑Zellen verdoppelt das fast — und das auf öffentlicher Straße, nicht im Labor. Die Zellen haben eine Energiedichte von etwa 450 Wh/kg (vs. 250–280 Wh/kg in heutigen Premium‑Akkus).

Reichweite Premium-E-Autos
in km · WLTP/Realtest · Quelle: Hersteller, ADAC

Was bedeutet das für die Branche?

  • Reichweitenangst stirbt. 1.000+ km bedeuten: einmal vollladen reicht für ein Wochenende.
  • Kleinere Autos werden möglich. Wenn die Energiedichte steigt, kann ein Kompaktwagen mit halb so großem Akku denselben Komfort bieten.
  • Recyclingmengen steigen. Festkörperzellen mit Lithium‑Metall‑Anode sind potentiell besser recycelbar als heutige Pouch‑Zellen.
1.200 km
Reichweite mit einer Ladung
450 Wh/kg
Energiedichte der Zellen
2026
erste Serienanwendung in Pilot-EQS

Wann ist das im Showroom?

Mercedes plant, ab 2027 erste Serienmodelle mit Factorial‑Zellen anzubieten — vermutlich zuerst in der S‑Klasse und im EQS. Massenmarkt‑Einsatz wird 2029/30 erwartet, wenn die Produktionskapazität skaliert.

"Der EQS‑Test war kein Marketingstunt. Es war ein öffentlich überprüfbarer Beleg dafür, dass die Festkörper‑Story keine PowerPoint‑Phantasie mehr ist."

Original‑Quellen

Mehr direkt bei mercedes-benz.com und factorialenergy.com

Kommentar

Die 1.200 km stammen aus einem Versuchsträger mit Factorial-Festkörperzellen, nicht aus einem seriennahen EQS. Es war eine einzelne Erprobungsfahrt unter günstigen Bedingungen (Geschwindigkeit, Temperatur, Verbraucher) — kein WLTP-zertifizierter Wert. Zur Einordnung: aktuelle Serien-EQS-Reichweiten liegen bei 700–800 km WLTP.

Vorsicht vor Verwechslung mit dem Konzeptfahrzeug Vision EQXX, das 1.200 km bei extremer Aerodynamik (cW 0.17), Spezial-Reifen und kleinem Frontbereich gefahren ist — also ein Showcase, kein Serienprodukt. 450 Wh/kg auf Zellebene ist beachtlich, im Pack landet man eher bei 320–360 Wh/kg.

Quellen: Mercedes-Benz Press Q1 2026 · Factorial Energy SEC · Vision EQXX Technical Briefing.

Quellen

  1. Electrek — All-solid-state EV battery specialist Factorial moves toward production: electrek.co
  2. Electrek — Solid-state EV batteries with 800 miles range become reality: electrek.co
  3. Mercedes-Benz Group: mercedes-benz.com
  4. Factorial Energy: factorialenergy.com